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Zentrum für Schlüsselqualifikationen

Seit dem Wintersemester 2010/11 unterstützt die Hochschule Hannover ihre Studierenden bei ihrer persönlichen Kompetenzentwicklung durch ein Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZSQ). Zum Angebot des ZSQ


Kontakt:

Dr. Tobias Sander - Stabsstelle Studium und Lehre - 0511 9296 1027 -
tobias.sanderat-zeichenfh-hannover.de

Sandra Bürger - Stabsstelle Studium und Lehre - 0511 9296 1024 -
sandra.buergerat-zeichenfh-hannover.de


Kompetenzen und (Schlüssel-)Qualifikationen

Qualifikationen vermitteln ‚Wissen’. Dieses Wissen ist zumeist ein Explizites – wir wissen, dass wir dieses Wissen haben. So wie man etwa weiß, dass man mit einem Textverarbeitungsprogramm so gut umgehen kann, dass man auch ein Buch fertig layouten könnte. Solche Vorräte an explizitem Wissen sind in modernen Gesellschaften wie der unsrigen zumeist hoch standardisiert. Wissen wird in verschiedenen Gliederungen des Bildungswesens vermittelt, etwa durch Prüfungen kodifiziert und in Form von Bildungstiteln bescheinigt. So wird es intersubjektiv ‚gültig’ und auf Märkten – wie etwa dem Arbeitsmarkt – (ver)handelbar. 
Der Begriff der Schlüsselqualifkationen nimmt dahingegen eine Brückenfunktion zwischen (klassischen) Qualifikationen und Kompetenzen ein. So werden beide Begriffe in der bildungspolitischen Debatte weithin synonym gebraucht. Auch mit der Schlüsselqualifizierung versucht man konkrete und nachhaltige Handlungsbefähigungen, also die seit 10 Jahren die bildungspolitische Debatte prägenden Kompetenzen, weiter zu entwickeln.
Die Hochschule Hannover hat sich daher entschieden, die Unterstützung der Kompetenzentwicklung im Rahmen des Hochschulstudiums unter dem etablierten Begriff (Zentrum für) Schlüsselqualifikationen zu subsummieren. Aus bildungswissenschaftlicher Perspektive nicht tragbare Wortungetümer wie etwa der neuerdings häufig aufzufindende Neologismus der 'Schlüsselkompetenzen' werden so vermieden. Schließlich ist jede Kompetenz handlungsrelevant und besitzt somit eine Schlüsselfunktion; welche Komptenzen sollten also die Nicht-Schlüsselkompetenzen sein? 

Kompetenzentwicklung und Hochschulbildung

Bei der Kompetenzentwicklung handelt es sich um einen lebensweltlich tief greifenden Prozess, der alle dem Handeln zu Grunde liegenden Persönlichkeitseigenschaften - die Werte, Mentalitäten, Haltungen von Individuen - betrifft. Hochschulen können daher zur Kompetenzentwicklung lediglich beitragen; verantwortliche Steuerer dieses Prozesses bleiben die Studierenden. Siehe dazu das Leitbild des ZSQ.




Tobias Sander 05.03.2012  
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