
Rahmenbedingungen und Chancen für beruflich qualifizierte Studieninteressierte
Chancen auf einen Studienplatz
- Die Studienplätze sind gesondert quotiert. Ihre Anzahl richtet sich nach dem Verhältnis der beruflich qualifizierten Bewerber zu den traditionell hochschulzugangsberechtigten Bewerbern.
Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf das Hochschulstudium
- Beruflich Qualifizierte haben ‚Normalen’ Studierenden gegenüber sogar etwas voraus: Sie verfügen bereits über bestimmte fachlich-berufsbezogene Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen. Diese sollen ihnen auf das Studium angerechnet werden: In der Konsequenz verkürzt sich die Studienzeit etwas.
Für die Meister/Techniker/Weiterbildungsabsolventen hat die Hochschule Hannover – zunächst für 15 Studiengänge in den MINT-Fächern – bereits solche pauschalen Anrechnungsverfahren entwickelt. Die OH-Studierenden können die Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen auf ihr Studium beantragen. Der Umfang beträgt – je nach Vorqualifikation und Studiengang – etwa 10-20 ECTS, also rund ein halbes Semester.Darüber hinaus ist - bei besonderer beruflicher Erfahrung (z.B. in Führungspositionen) die individuelle Anrechnung weiterer Studienleistungen möglich.
Unterstützung für ein erfolgreiches Studium
- Die FHH entwickelt momentan ein umfangreiches Orientierungs- und Vorbereitungsangebot, um die Studierenden der OH einerseits umfassend darüber zu informieren, was sie an der Hochschule ‚erwartet’, und andererseits die Integration in das Studium/die hochschulischen Lernprozesse zu erleichtern.
Das Modellprojekt 'Offene Hochschule Niedersachsen' (läuft seit 1.1.2010)
Vor rund einem Jahr startete das Modellprojekt „Offene Hochschule Niedersachsen.“ Mit Förderung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur erforscht die Hochschule Hannover hier gemeinsam mit der Leibniz-Uni den Übergang beruflich Qualifizierter in ein Hochschulstudium – also von Personen ohne eine schulische Hochschulreife, die seit der Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes im Juni 2010 verbesserte Zugangsmöglichkeiten besitzen. Im Fokus stehen dabei ganz besonders die Ingenieurwissenschaften und die Informatik.
Für beruflich Qualifizierte, also für Meister, Techniker, Fachwirte, aber auch für Personen, die nur über eine grundständige Berufsausbildung und eine gewisse Berufserfahrung verfügen, bedeutet ein Hochschulstudium eine besondere Herausforderung. Die Hochschule Hannover möchte daher vor allem, dass diese Personen sich umfassend über das Studium informieren können. Die Studienentscheidung und die Wahl des Studienfaches soll schließlich die richtige sein. Entsprechende Beratungskonzepte und auch Selbsteinschätzungstests werden momentan entwickelt.
‚Normalen’ Studierenden gegenüber haben beruflich Qualifizierte sogar etwas voraus: Sie verfügen bereits über bestimmte fachliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen. Diese sollen ihnen auf das Studium angerechnet werden: In der Konsequenz verkürzt sich die Studienzeit etwas. Zusammen mit Erwachsenenbildungsträgern hat die Hochschule Hannover jetzt als erste Hochschule in Niedersachsen ermittelt, was ein Meister oder Techniker angerechnet bekommt, wenn er an der Hochschule Hannover ingenieurwissenschaftliche Fächer studieren will - also z.B. Elektrotechnik, Maschinenbau oder Bioverfahrenstechnik.
Nähere Informationen erhalten Sie bei der Allgemeinen Studienberatung (ASB) via E-Mail beratung
fh-hannover.de oder ingela.walton
fh-hannover.de.
| Tobias Sander | 27.02.2012 |
