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Hannover, 08.02.2011
Nummer 2 / 2011

Studie der FHH: Junge Leser und Zeitungs-Apps

Zeitungs-Ausgaben für Tablet-Rechner sollen den Zeitungen neue, vor allem junge Leserinnen und Leser bringen. Eine Studie der Fachhochschule Hannover (FHH) zeigt, worauf es den Lesern im Alter von 19 bis 29 Jahren beim Lesen auf iPad und Co. ankommt

Junge Leserinnen und Leser halten Tablet-Rechner wie das iPad für ein attraktives Lesemedium, die Tablet-PC-Euphorie in der Zeitungsbranche wird von ihnen aber nicht geteilt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Fachhochschule Hannover (FHH) unter Studierenden: „Apps sind aktuell sicher kein Heilsbringer für gebeutelte Blätter“, sagt Prof. Stefan Heijnk aus der Fakultät III – Medien, Information und Design der FHH. Jeder zweite Befragte sagt zwar, dass das Zeitunglesen auf dem iPad Spaß mache. Trotzdem können sich nur 20 Prozent vorstellen, ihre Zeitung(en) künftig vor allem auf einem Tablet-Rechner zu lesen. Immerhin 32 Prozent gehen davon aus, dass Zeitungen künftig generell häufiger auf Tablet-Rechnern gelesen werden. Fast alle Befragten sind davon überzeugt, dass es die gedruckte Zeitung auch künftig geben wird. Weitere Befunde:  

Die viel gelobte iPad-App der Frankfurter Rundschau überzeugt nicht nur in Fachkreisen, sondern auch bei den jungen Lesern – und erhält in der Dimension „Optik“ mit Abstand die Bestnote.

Die Applikation der Tagesschau brilliert in der Dimension „Textqualität“ – im Vergleich zu den drei zeitungsgebundenen Apps erzielt sie hier den Bestwert.

Die PDF-App der HAZ erhält in der Dimension „Navigation“ die Bestnote. Die vertraute Zeitungsmetapher funktioniert demnach auch auf dem Tablet-PC bestens.

Die Befragung (40 Teilnehmer) ist Teil einer FHH-Eyetracking-Studie zur Nutzung mediengebundener Tablet-Apps durch junge Leser in der Altersgruppe von 19 bis 29 Jahren. Getestet werden darin die Zeitungs-Apps von Frankfurter Rundschau, Hamburger Abendblatt und Hannoversche Allgemeine sowie die App der Tagesschau. Die Präsentation mit Befragungsergebnissen und ersten Befunden aus den Usability-Tests kann hier heruntergeladen. Die Studie wird durchgeführt im Rahmen des E-CLIC-Forschungsprogramms der Europäischen Union.

Die FHH setzt im Usability Test Labor (UTL) die berührungslosen Eyetracking-Systeme RED und HED von SensoMotoric Instruments (SMI) aus Teltow/Berlin ein. Das Usability Test Labor wird künftig Teil des neuen Medienkompetenzzentrums Planet MID der FHH sein.


Kontakt

Prof. Stefan Heijnk
Expo Plaza 12
30539  Hannover

Raum: 4.32
Tel.: +49 511 9296-2610
E-Mail: stefan.heijnkat-zeichenfh-hannover.de

Kontaktadresse Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Hochschule Hannover
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (OeM)
E-Mail:  oemat-zeichenfh-hannover.de
Internet: http://www.fh-hannover.de/oem


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