Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
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Hannover, 15.01.2010
Nummer 1 / 2010

Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit“

Am 15. Januar 2009 feierte die Wanderausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit“ im Foyer der Lokhalle Göttingen ihre Eröffnung: Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der FHH entstand, berichtet über die Erlebnisse und Schicksale ehemaliger Zwangsarbeitender in Südniedersachsen

Zwischen 1939 und 1945 leisteten 50.000 bis 60.000 Menschen aus 16 europäischen Ländern Zwangsarbeit im Raum Südniedersachsen. Angeworben, dienstverpflichtet oder gewalttätig deportiert – einmal im Lande, konnten sie nicht mehr zurück. Sie mussten in den verschiedensten Bereichen arbeiten, von Gaststätten und Hotels über die Mühle bis hin zum Krankenhaus und zur Munitionsfabrik, beim Friseur und beim Bäcker, als Molkereifahrer und bei der Müllabfuhr, in den Wäldern, Steinbrüchen und der Landwirtschaft, in kirchlichen Einrichtungen, Kommunen und Privathaushalten. Viele deutsche Betriebe haben davon wirtschaftlich profitiert. Nach dem Krieg verliefen sich die Schicksale der Zwangsarbeiter in viele verschiedene Richtungen.

Nun greift die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ die losen Fäden, die sich über Europa spannen, wieder auf und knüpft ein neues Netz. Die Idee zur Ausstellungsarchitektur und zum –design entstand in einem interdisziplinären Projekt an der Fakultät III – Medien, Information und Design der Fachhochschule Hannover (FHH), zu dem die FHH von den Initiatoren, den Geschichtswerkstätten Göttingen und Duderstadt (Lisa Grow und Günther Siedbürger), als Projektpartner angefragt worden war.

Alles begann mit einem Workshop zu Semesterbeginn mit Studierenden aller Disziplinen (Innenarchitektur und Kommunikationsdesign/Fotografie, Grafikdesign und Multimedia). Dort entstand das Konzept, eine Landschaft aus Winkeln zu bauen, über die sich ein Netz legt, das die Spuren der Zwangsarbeiter aufzeigt, verfolgt und weiterspannt. Von den 13 Winkeln stehen viele für persönliche Schicksale, z.B. das eines Italieners oder eines holländischen Zwangsarbeiters. Als Material wurde u. a. originales Barackenholz aus Duderstadt verwendet. Da die Ausstellung als Wanderausstellung durch Europa reisen wird, sind die Winkel aus Modulen zusammengesetzt, damit sie schnell zerlegt und besser transportiert werden können.

Das Team der Innenarchitektur unter Leitung von Professor Bernd Kreykenbohm und Arnd Biernath erstellte die Pläne, Visualisierungen und Konstruktionszeichnungen für die Ausstellungsarchitektur der Winkel. Fotografiestudierende, betreut von Professor Rolf Nobel und Burkhard Kern, zogen aus, um Zeitzeugen zu interviewen und zu portraitieren. Grafik- und Mediendesigner unter Leitung von Professorin Dorothee Weinlich und André Alder vervollständigten die Ausstellungsarchitektur durch Wort, Bild und Ton. Die Winkel werden durch acht sogenannte Learning-Stations und eine interaktive Landkarte ergänzt, an denen der einzelne Ausstellungsbesucher tiefer in die persönlichen Schicksale der Zwangsarbeiter eintauchen kann.

Weitere Informationen zu allen Beteiligten und zum Ausstellungsinhalt finden Sie auf denWebseiten der Fakultät III - Medien, Information und Design. Die Presseinformation können Sie hier im pdf-Format downloaden.


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Prof. Dipl.-Ing. Bernd Kreykenbohm
Expo Plaza 2
30539  Hannover

Raum: A.4.12
Tel.: +49 511 9296-2374
E-Mail: bernd.kreykenbohmat-zeichenfh-hannover.de

Sie erreichen Bernd Kreykenbohm ebenfalls mobil unter folgender Nummer: 0171 - 499 50 55

Kontaktadresse Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Hochschule Hannover
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (OeM)
E-Mail:  oemat-zeichenfh-hannover.de
Internet: http://www.fh-hannover.de/oem


Anika Golm 09.03.2010  
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