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Hannover, 08.10.2009
Nummer 33 / 2009

Land treibt die "Offene Hochschule" voran

Mit dem Modellvorhaben "Offene Hochschule" investiert das Land Niedersachsen bis Ende 2012 3,2 Millionen Euro - u.a. in ein Kooperationsprojekt der Fachhochschule Hannover (FHH)

Mit dem Modellvorhaben "Offene Hochschule" leistet Niedersachsen einen wichtigen Beitrag, um das lebenslange Lernen zu fördern, unterschiedliche Bildungsangebote noch durchlässiger zu gestalten und diese besser miteinander zu verzahnen. Bis Ende 2012 investiert das Land dafür 3,2 Millionen Euro. "Wir wollen die Hochschulen durch spezielle Studienangebote für Zielgruppen wie Berufstätige noch stärker öffnen," sagte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann. "Vor allem die Übergänge zwischen beruflicher und Hochschulbildung müssen durch Anrechnung von Kompetenzen einfacher gestaltet werden, und Angebote der Erwachsenen- und Weiterbildung wollen wir stärker einbinden", so der Minister.

Das Projekt hat inzwischen an allen vier dafür vorgesehenen Hochschulstandorten begonnen. Nach der Leuphana Universität Lüneburg, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Technischen Universität Carolina-Wilhelmina zu Braunschweig ist jetzt der Start in Hannover erfolgt, wo ein Kooperationsprojekt zwischen der Leibniz Universität Hannover und der Fachhochschule Hannover initiiert wurde. An den vier Modellstandorten sollen Erfahrungen gewonnen und ausgewertet werden, die dann auf die anderen niedersächsischen Hochschulstandorte übertragen werden können.

Aufbauen können die fünf Hochschulen bei ihrer Arbeit auf Erkenntnisse, die sie bei der Teilnahme an dem Bundesprogramm "Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf ein Hochschulstudium" (ANKOM) gewonnen haben. Unter anderem soll mit dem Modellprojekt das berufsbegleitende Studieren verbessert werden. Denn es gibt eine immer größere Gruppe mit Hochschulzugangsberechtigung, die ein Studium neben ihrer Berufstätigkeit anstreben. Ferner sollen Modelle erprobt werden, beruflich erworbene Kompetenzen stärker für das Hochschulstudium anzuerkennen sowie Warteschleifen und Doppelungen bei der Qualifizierung zu vermeiden. Zudem wird eine gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen durch ein einheitliches System zwischen Angeboten der Erwachsenen- und Weiterbildung und den Hochschulen erprobt.

Die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung übernimmt die Koordination für das Modellvorhaben und bringt ihre Kompetenz in der Erwachsenen- und Weiterbildung sowie der Qualitätssicherung ein. In der Agentur wird ein wissenschaftlicher Beirat zur Entwicklung eines einheitlichen Verfahrens zur Sicherung der Qualitätsstandards und des Ergebnistransfers angesiedelt. Dem Gremium sollen die beteiligten Hochschulen, Wissenschaftler aus der Weiterbildung, Akteure der beruflichen Bildung, Vertreter von Unternehmen und des Wissenschaftsministeriums angehören.

Die Landesregierung hat in ihrem im Juli in die Verbandsbeteiligung gegebenen Entwurf zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes die rechtlichen Rahmenbedingungen für die "Offene Hochschule" vorgelegt. Mit der NHG-Novelle soll künftig auch Absolventen der geläufigsten bundes- oder landesrechtlich geregelten Fortbildungen eine allgemeine Studienberechtigung eingeräumt werden, die den bereits in Niedersachsen bestehenden Regelungen für Meister, Techniker und Betriebswirte entspricht.


Die Koordinatorin des Projekts an der FHH steht für Rückfragen gerne zur Verfügung:

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Frau Prof. Dr. phil. Rosemarie Kerkow-Weil
Ricklinger Stadtweg 118
30459  Hannover

Raum: 2.206,I/1
Tel.: +49 511 9296-3102,1005
E-Mail:  rosemarie.kerkow-weil ( at ) fh-hannover.de


Kontaktadresse PP

Fachhochschule Hannover (FHH)
Präsidialbüro und Presse (PP)
E-Mail: pp ( at ) fh-hannover.de
Internet: http://www.fh-hannover.de/pp



Dagmar Thomsen 25.01.2010
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