Nummer 7892 / 2012
Wie können unsere Studiengänge noch besser werden?
Strategiediskussionstag in der Abteilung Informatik: Am 11. Januar 2012 haben die Professorinnen und Professoren der Abteilung Informatik ganztägig Möglichkeiten der Erweiterung und Verbesserung ihrer Studiengänge diskutiertDie wichtigsten Themen des Strategiediskussionstags an der Fakultät IV waren die Einführung eines Teilzeit-Master-Studiums und eines freiwilligen Praxissemesters im Bachelor-Studiengang, ein möglicher dualer Bachelor-Studiengang sowie Verbesserungen im Curriculum das Master-Studiengangs.
Die Einführung des Teilzeit-Master-Studiums wurde bereits für das Sommersemester 2012 beschlossen: Ab dann kann der Master-Studiengang "Angewandte Informatik" in etwa halber Geschwindigkeit mit entsprechend verlängerter Regelstudienzeit studiert werden. Ein Wechsel zwischen Teilzeit- und Vollzeitstudium ist einmal pro Jahr möglich.
Zu den weiteren Themen wurden zwar noch keine abschließenden Beschlüsse gefasst, aber die Menge der Alternativen konkretisiert und reduziert und
jeweils Personen benannt, die die Themen entscheidungsreif ausarbeiten.
Im Zuge der Umstellung vom Diplom- auf den Bachelor-Studiengang
wurde die verpflichtenden Praxissemester abgeschafft. Die Mehrheit der
Professorinnen und Professoren ist der Meinung, dass ein Praxissemester der
Qualität der Ausbildung dient und auf freiwilliger Basis wieder eingeführt
werden sollte. Verschiedene Alternativen für ein verpflichtendes
Praxissemester wurden diskutiert, fanden aber schließlich keine Mehrheit.
Duale Studiengänge liegen zur Zeit im Trend: Die Studierenden sind während des gesamten Studiums bei einem Unternehmen angestellt, werden von ihm bezahlt und arbeiten während der vorlesungsfreien Zeit dort. Die FHH-InformatikerInnen haben die Vor- und Nachteile eines dualen Studiums für die Studierenden und für die Hochschule diskutiert und für eine mögliche Einführung eines solchen Bachelor-Studiengangs einige Eckpunkte beschlossen: Die Lehrinhalte soll weiterhin allein die Hochschule bestimmen (wobei bestehende inhaltliche Freiräume wie Seminar oder Abschlussarbeit auch nach Wünschen der Unternehmens gestaltet werden können), die "dualen Studierenden" besuchen die bestehenden Lehrveranstaltungen, und die Zahl der dualen Studienplätze soll höchstens 20 betragen, bei einer Gesamtzahl von höchstens 80 Studienplätzen. Zu klären sind z.B. noch die Finanzierung, organisatorische Fragen sowie die Auswirkungen auf die Lehrkapazität.
Für den Master-Studiengang wurden verschiedene Verbesserungsvorschläge der Studierenden zusammengetragen und ihre Umsetzung diskutiert. Es sind voraussichtlich ab dem WS 2012/13 eine Reihe von Verbesserungen geplant, die bis dahin von einer Arbeitsgruppe noch konkretisiert werden. Vorgesehen sind Änderungen sowohl bei den Lehrinhalten (z.B. weniger Pflichtveranstaltungen, insbesondere aus der nicht gewählten Vertiefungsrichtung, sowie neue, vertiefungsunabhängige Veranstaltungen) als auch bei den Lehrformen, z.B. das Verfassen einer wissenschaftlichen Veröffentlichung oder die flexiblere Abfolge der Veranstaltungen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeiträume.
Prof. Dr.
Holger
Peine
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