Nummer 2 / 2012
Forschungskompetenz der Hochschule Hannover überzeugt Fraunhofer-Gesellschaft
Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI, und die Hochschule Hannover gründen mit Unterstützung des Landes Niedersachsen ein Fraunhofer-Anwendungszentrum für Holzfaserforschung (HOFZET) an der Hochschule HannoverDie Hochschule Hannover erhält als eine der ersten Fachhochschulen bundesweit ein Anwendungszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft.
Bisher waren die Fraunhofer-Anwendungszentren ausschließlich an Universitäten angesiedelt. Die Hochschule Hannover ist damit eine der ausgewählten Fachhochschulen, mit der die Fraunhofer-Gesellschaft ab 2012 eine viel versprechende Kooperation eingeht.
In enger Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI, das unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Bohumil Kasal steht, und der Hochschule Hannover soll das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Holzfaserforschung als Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft dienen.
Die Leitung des Anwendungszentrums übernimmt Professor Dr.-Ing. Hans-Josef Endres in doppelter Funktion als Leiter des Instituts für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) an der Fakultät II – Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der Hochschule Hannover und Mitarbeiter des WKI.
„Mit der Ansiedelung des HOFZETs wird die Forschung an der Hochschule Hannover im Bereich biogener Roh- und Werkstoffe weiter vorangetrieben sowie die Kooperation von Hochschule Hannover und Fraunhofer nachhaltig gestärkt“, sagt Professor Endres. „Zudem werden damit wichtige Impulse für eine direkte anwendungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung in der Region Braunschweig/Hannover und über die Region hinaus gesetzt.“
Das Land Niedersachsen fördert das Holzfaser-Anwendungszentrum (HOFZET) mit rund drei Millionen Euro in der drei- bis fünfjährigen Aufbauphase. Das Finanzierungsmodell sieht vor, dass das Zentrum im sechsten Jahr nach Gründung von einer Grundfinanzierung durch das Land unabhängig und wirtschaftlich eigenständig ist.
Das Anwendungszentrum HOFZET befasst sich mit allen Fragen der höherwertigen Nutzung von Holzfaserstoffen und Holzfaserstoffderivaten für technische Anwendungen. Die langjährigen Kompetenzen des WKI in der Holzfaser- und Holzwerkstoffherstellung und der Holz-, Cellulose- und Naturstoffchemie sowie die seit 15 Jahren sehr erfolgreichen oft in enger Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführten Arbeiten im Bereich der Naturfaserverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover am Standort Ahlem sind eine gute Ausgangsbasis für die zukünftige Kooperation beider Institutionen.
Die vorhandenen Erfahrungen beider Einrichtungen sollen durch das Holzfaser-Anwendungszentrum zusammengeführt und weiter entwickelt werden.
„Nachhaltigkeit kann nicht ohne den Einsatz von Naturfasern erreicht werden“, betont Professor Kasal, Leiter des Fraunhofer WKI. „Dabei besitzen Holzfasern das größte Potenzial und die breitesten Anwendungsmöglichkeiten vom Bauwesen bis zu hochfesten Kompositen.“ Ziel des Zentrums sei es, neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden, zukunftsweisende Produkte und Technologien zu entwickeln und Fragestellungen zu formulieren, die wachstumsfördernd für die niedersächsische Wirtschaft sind.
Ihre Ansprechpartner sind:
Für weitere Fragen stehen Ihnen Simone Peist, Fraunhofer WKI, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, unter Telefon 0531-2155-208 oder via E-Mail: simone.peist
wki.fraunhofer.de und Dr. Lisa Mundzeck an der Hochschule Hannover unter Telefon 0511-9296-2269 oder via E-Mail: lisa.mundzeck
fh-hannover.de gerne zur Verfügung.
Informationen zum Fraunhofer-Institut für Holzfaserforschung finden Sie unter www.wki.fraunhofer.de.
Kontaktadresse Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Hochschule HannoverÖffentlichkeitsarbeit und Marketing (OeM)
E-Mail: oem
fh-hannover.deInternet: http://www.fh-hannover.de/oem
| Lisa Mundzeck | 07.02.2012 |

