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Hannover, 23.11.2011
Nummer 19 / 2011

Nds. Forum für Brennstoffzellen und Elektromobilität

N. Miller im Gespräch mit Teilnehmern des Forums
Anlässlich des 6. niedersächsischen Forums für Brennstoffzellen und Elektromobilität 2011 nahmen Studierende der Fakultät I – Elektro- und Informationstechnik an der Ausstellung in Hannover teil

Während der alljährlichen Fachveranstaltung werden Technologien und Innovationen aus Niedersachsen vorgestellt. In der begleitenden Ausstellung wurde ein studentisches Projekt von Studierenden aus der Fakultät I – Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Hannover unter  Leitung von Professorin Dr. Natalija Guschanski zum Thema Zink-Luft-Batterien vorgestellt.

Folgende Studenten waren daran beteiligt: D. Heidenreich, M. Potz, F. Brinkmann, N. Miller, D. Jagosz, P. Köhler

Zink-Luft-Batterie in Anwendung auf E-Modellauto

Metall-Luft Batterien sind Systeme mit hoher spezifischer Energie und Leistung. Diese „luftigen Akkus“ gelten als die großen Hoffnungsträger der Elektromobilität. Zu der Konkurrenztechnologie gehören Zn-Luft (Fraunhofer Institut ISI: vermutlich im Jahr 2015)  und Mg-Luft/Mg bzw. Al-Luft/Al oder Li-Luft (ISI: Jahr 2030) Batterien. Die theoretische Energiedichte von Zn-Luft Batterien beträgt ca. 500 Wh/kg. Die in der Praxis erreichten Energiedichten liegen im Bereich 350-170 Wh/kg. Besonders interessant ist bei den Luft-Zink Batterien die hohe volumetrische Energiedichte von bis zu 850 Wh/l.

Im Laboratorium für Speichersysteme (Leitung Prof. Dr. Guschanski) der Fakultät I wurde in den Projektphasen von Studierenden eine Zink-Luft Batterie aufgebaut, geprüft und weiterentwickelt.

Die Zink-Luft Batterie für ein E-Modelauto wurde auf dem 6. Niedersächsischen Forum für Brennstoffzellen und Elektromobilität in Hannover ausgestellt. Die Studierenden haben „ihre Batterie“ präsentiert und konnten an den Fachgesprächen während des Forums teilnehmen.

Unsere Batterie besteht aus einer negativen Zink-Elektrode und aus zwei positiven Sauerstoff-Elektroden in dem Kalilauge-Elektrolyt. Diese Elektrode ist ein poröser Körper aus Kohlenstoff mit Luftzugang, welche den Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft nutzt. Der Vorteil besteht darin, dass das Gewicht der Batterie dementsprechend reduziert wird, weil der Sauerstoff bei Bedarf der Luft entnommen wird. Die Batterie ist kostengünstig und beinhaltet umweltunschädliche Werkstoffe. Das Modelauto wird von zwei Primärzellen, die in Reihe geschaltet sind, getrieben. Die Zellen sind auf dem Auto montiert und die ganze Konstruktion ist sehr leicht.  Nach dem Auflösen der Zn-Elektrode kann man diese durch eine neue Elektrode austauschen („mechanische Aufladung“). Das aufgelöste Zink kann später in entsprechenden Anlagen zu neuen Elektroden verarbeitet werden.


Kontaktadresse Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Hochschule Hannover
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (OeM)
E-Mail:  oemat-zeichenfh-hannover.de
Internet: http://www.fh-hannover.de/oem


Petra Döpke 29.11.2011  
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