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Hannover, 25.08.2010
Nummer 2345 / 2010

BMBF und BMI fördern Informatik-Projekt ESUKOM

Großer Erfolg für die FHH: Der Bewilligungsbescheid für das Forschungsprojekt ESUKOM (Echtzeit-Sicherheit für Unternehmensnetze durch Konsolidierung von Metadaten) ist eingetroffen – ESUKOM wird im Verbund mit vier weiteren Partnern durchgeführt

Unter der Leitung von Prof. Dr. Josef von Helden aus der Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik der Fachhochschule Hannover (FHH) wird an der Hochschule schwerpunktmäßig ein Metadaten-Server für ESUKOM konzipiert und entwickelt. ESUKOM konnte sich im 1. Call des vom BMBF (Bundeminsterium für Bildung und Forschung) und BMI (Bundesministerium des Inneren) gemeinsam aufgelegten Förderschwerpunktes "IT-Sicherheit" in einer Konkurrenz von etwa 100 Projektanträgen neben sechs weiteren Projekten durchsetzen.
ESUKOM hat eine Laufzeit von zwei Jahren mit einem Gesamtvolumen von ca. 1,7 Mio. Euro. Zusätzlich haben bereits verschiedene Hersteller wie Enterasys Networks, Infineon und Juniper Networks Interesse an einer Kooperation bekundet und ihre Letter-of-Intents (LOI) zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird am 1. Oktober 2010 starten.

Die ESUKOM-Partner:


Hintergrundinformationen bei Trust@FHH und
hier:

Vom richtigen und zuverlässigen Funktionieren der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und dem Vertrauen in die Sicherheit der IKT-Systeme hängen inzwischen weite Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ab. Gleichzeitig werden die weit vernetzten IKT-Systeme zunehmend auch für kriminelle Zwecke eingesetzt. Dies reicht vom Ausspionieren einzelner Daten von Bürgerinnen und Bürgern mit teils erheblichen Schäden über organisierte Kriminalität bis zu Spionage gegen staatliche Einrichtungen und Unternehmen.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung und der Bundesminister des Innern haben deshalb im Rahmen ihrer Gemeinsamen Erklärung zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der IT-Sicherheitsforschung vom 29. Oktober 2008 vereinbart, IT-Sicherheit als neuen Schwerpunkt der Forschungsförderung im Bereich der IKT zu etablieren. Das vorliegende Arbeitsprogramm IT-Sicherheitsforschung bildet den Kern dieses Förderschwerpunktes. Für eine Laufzeit von 5 Jahren werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung hierfür Fördermittel in Höhe von 30 Mio. Euro bereitgestellt.

Das Gesamtziel des ESUKOM Vorhabens ist die Konzeption und Entwicklung einer Echtzeit-Sicherheitslösung für Unternehmensnetze, die basierend auf der Konsolidierung von Metadaten arbeitet. Dabei soll insbesondere der durch mobile Endgeräte wie Smartphones erzeugten Bedrohungslage Rechnung getragen werden. ESUKOM setzt auf die Integration vorhandener Sicherheitslösungen (kommerziell und Open Source) basierend auf einem einheitlichen Metadatenformat gemäß der IF‐MAP‐Spezifikation der Trusted Computing Group. Das bedeutet konkret, dass man als Grundlage für die Arbeitsweise eine gemeinsame Datenbasis verwenden wird, die den gesamten, aktuellen Zustand eines Unternehmensnetzes abbildet. Dabei sollen alle vorhandenen Sicherheitstools die Möglichkeit besitzen, aus dieser Datenbasis die für ihre Funktionsweise relevanten Daten zu beziehen und selbst neue Daten zu veröffentlichen. Erst dadurch wird es möglich, auf verschiedenste Bedrohungen in Echtzeit zu reagieren. Das ESUKOM‐Vorhaben verfolgt hinsichtlich der Integration verschiedener Sicherheitsmechanismen den Ansatz ein wohl definiertes Modell zur Beschreibung von Metadaten zu erstellen, das nicht alleine auf der Analyse von Logdateien beruht.

Kontaktadresse Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Hochschule Hannover
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (OeM)
E-Mail:  oemat-zeichenfh-hannover.de
Internet: http://www.fh-hannover.de/oem


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