Evaluation „Flächendeckende Sprachförderung für Migrantenkinder
| 1.5.2007 - 31.12.2008 | Status: abgeschlossen |
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Kontaktperson: Prof. Dr. phil. Romppel

Die Evaluation des Konzepts zur Einführung einer „flächendeckenden Sprachförderung für Migrantenkinder und Kinder mit Sprachschwierigkeiten“ wird unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Romppel aus der Fakultät V - Diakonie, Gesundheit und Soziales der Fachhochschule Hannover (FHH) im Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit durchgeführt. In der Zeit Mai 2007 bis Dezember 2008 evaluiert Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin Rosemarie Lüters Master of Social Work u.a. die Wirkungen des in den Niederlanden entstandenen und vom RAA/ Büro für interkulturelle Arbeit in Essen weiterentwickelten „Elternbildungsprogramm Rucksack“ (vgl. www.raa.de/rucksack.html ), das einen Schwerpunkt der für die Stadt Hannover initiierten Maßnahmen zur Implementierung von Sprachförderung in Kindertagesstätten und Einrichtungen der Stadtbezirke bildet. Im Rahmen der Evaluation wird der Frage nachgegangen, wie Sprachförderung unter den Prämissen von Interkulturalität und Teilhabe der Eltern an der Bildung ihrer Kinder gelingt und welche Verbindungen entstehen, um die Zugangschancen zu adäquaten Einrichtungen im Stadtteil zu verbessern.
Mit dem „Elternbildungsprogramm Rucksack“ sollen u.a. die allgemeine Sprachfähigkeiten sowie die Verständigung in der Muttersprache und in Deutsch systematisch unterstützt und die kindliche Entwicklung im Kindergartenalter gefördert werden. Dabei bildet die Kindertagesstätte einen zentralen Ort für Kommunikation und Sprachförderung an dem die zu Multiplikatorinnen fortgebildeten, mehrsprachigen Mütter in der Regel andere Mütter schulen, die die eigene oder eine andere Muttersprache sprechen. Es wird erwartet, dass sich an dem bekannten Ort der Kita die Ansprechbarkeit bisher nicht erreichter Eltern durch die Einbindung der Multiplikatorinnen und die Förderung der Mehrsprachigkeit erhöht. Eine weitere von der RAA in Essen überprüfte Vorannahme basiert auf der Überlegung, dass insbesondere Mütter als Erziehende für Bildungs- und Erziehungsfragen interessiert werden können und als Multiplikatorinnen in der eigenen Familie, in der Kindertagesstätte und ggf. darüber hinaus wirken.
Die für die Evaluation maßgeblichen Teilfragen beziehen sich daher auf die Überprüfung der spezifischen Erfahrungen und Wirkungen unter den für die Kindertagesstätten der Landeshauptstadt Hannover relevanten Bedingungen und Umsetzungsformen. Dabei sind Fragen des Zusammenwirkens von Multiplikatorinnen, Eltern und pädagogischem Fachpersonal ebenso bedeutsam wie die Weiterentwicklung von Erziehungspartnerschaften für den Kindergartenalltag und die Bedeutung der Maßnahme für die am Programm beteiligten Kinder. Darüber hinaus wird erkundet, wie das Programm Rucksack im Kontext sonstiger Sprachfördermaßnahmen in Kindertagesstätten implementiert wird und welche Erfahrungen der Beteiligten für zukünftige Weiterentwicklungen dargeboten werden können.
Projektleiter und Forschende:

Prof. Dr. phil. Joachim Romppel
Fakultät V - Diakonie, Gesundheit und Soziales
Blumhardtstr. 2
30625 Hannover
Raum: 4.104
Telefon:0511/9296-3210
E-Mail: joachim.romppel
fh-hannover.de
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpäd. Rosemarie Lüters Master of Social Work
Telefon und Fax: 05144/970828
E-Mail: RLueters
t-online.de
| Inge Marmont | 26.11.2009 |
